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Vorstellung der Sportler
Sportgala 28. Januar 2005
Ergebnis der Sportlerwahl
Vorstellung der Sportler


Folgende Sportlerinnen, Sportler und Mannschaften können Sie wählen:




SPORTLERINNEN

Schärpe entschädigt
Vergrößerung anzeigen - Wird in einem neuen Fenster angezeigt.Nadine Borgert

NADINE BORGERT (COESFELD)
Die rot-weiße Siegerschärpe stand ihr sehr gut. Nadine Borgert, die Amazone aus Coesfeld, thronte auf dem Treppchen und schaute immer wieder ungläubig auf die Goldmedaille. War alles nur ein schöner Traum? Ach was! Es war die blanke Realität: Nadine Borgert strahlte, denn sie war die neue Westfalenmeisterin im Vielseitigkeitsreiten. Auf „Skip Across“ hatte sie in Ahaus-Ottenstein souverän die Junioren-Konkurrenz gewonnen. Nach all dem Pech, das ihr im Sommer widerfahren war, als sie wegen einer Verletzung ihres Paradepferds „River Sun" die Teilnahme an den Europameisterschaften verpasst hatte, war das Golden Girl überglücklich. Wenn River Sun wieder fit ist, kann die 19-Jährige im Jahr 2005 gleich mit zwei Super-Pferden angreifen. Und mit Karl-Heinz Heumann weiß das sie einen erfahrenen Coach an ihrer Seite.

Stark und schnell
Vergrößerung anzeigen - Wird in einem neuen Fenster angezeigt.Hanna Droste zu Vischering

HANNA DROSTE ZU VISCHERING (APPELHÜLSEN)
Mit ihren 47 Kilogramm ist sie zwar ein Leichtgewicht, doch wehe, wenn Hanna Droste zu Vischering zuschlägt: Dann fallen die Gegnerinnen gleich reihenweise.
Die 18 Jahre alte Appelhülsenerin ist Mitglied der Baumberger Taekwondo-Freunde und gehört in Deutschland inzwischen zu den besten Kämpferinnen ihrer Gewichtsklasse.
Im vergangenen Jahr schaffte die wieselflinke Athletin nicht nur den Sprung in die Bundesligamannschaft der Kampfgemeinschaft (KG) Rhein-Ruhr-Westfalen, sondern feierte auch drei hochkarätige Erfolge: Die Trägerin des ersten Dan wurde bei der Deutschen Einzel-Meisterschaft Dritte in der Damenkonkurrenz. Bei der Offenen Landeseinzelmeisterschaft siegte sie sogar. Erneut Dritte wurde die Appelhülsenerin zudem bei den Internationalen Deutschen Junioren-Meisterschaften.

EM-Titel ist das Fernziel
Vergrößerung anzeigen - Wird in einem neuen Fenster angezeigt.Christine Göb

CHRISTINE GÖB (COESFELD)
Sie ist 19 Jahre jung, baut 2005 ihr Abi und will dann Jura studieren. Christine Göb, die Karate-Lady vom TuS Coesfeld, hat viel Stress um die Ohren. Um so erstaunlicher, dass sie in dieser Saison so große Erfolge feierte. Mit dem deutschen Nationalkader war sie bei der Weltmeisterschaft im Einsatz. In Darmstadt, wo die Crème de la Crème startete, qualifizierte sie sich mit ihren Kolleginnen Joana Tesmeles (Troisdorf) und Christin Hundertmark (Magdeburg) fürs Finale, in dem das Trio den achten Platz belegte. Das, betont Christine Göb, war der Höhepunkt in diesem Jahr. Das Training (Vier Mal die Woche) unter Andrea Bartholdus hat sich ausgezahlt. Sie selber trainiert den Nachwuchs ihres Vereins. Lena Kiffmeyer, eine ihrer Schützlinge, wurde in Vierheim Deutsche Meisterin. Christine Göb selber möchte den europäischen Titel holen. Mein Fernziel, sagt sie.

Ein Traum wird wahr
Vergrößerung anzeigen - Wird in einem neuen Fenster angezeigt.Katharina Holzgreve

KATHARINA HOLZGREVE (NOTTULN)
Viele Jungen träumen davon, einmal beim FC Bayern München zu kicken. Katharina Holzgreve hatte auch einmal einen Traum er hat sich erfüllt: Die 18 Jahre alte Nottulnerin spielt beim USC Münster, der ersten Adresse im deutschen Frauenvolleyball.
Normalerweise schlägt die 1,76 Meter große Zuspielerin für die zweite Mannschaft in der 2. Bundesliga auf. Doch dann passierte es: Anfang des Jahres verletzten sich beide Passgeberinnen der Erstligamannschaft, so dass die Gymnasiastin in der Bundesliga plötzlich ran musste. Und das Unglaubliche geschah: Zunächst wurde die Nottulnerin mit dem USC in Schwerin Deutscher Pokalsieger. Wenige Wochen später feierte sie mit den Münsteranerinnen gar die Deutsche Meisterschaft, um wieder nur 14 Tage später mit der A-Jugend den dritten Platz bei der Deutschen Meisterschaft zu belegen.

Allein unter Jungs
Vergrößerung anzeigen - Wird in einem neuen Fenster angezeigt.Ina Mester

INA MESTER (OSTERWICK)
Der entscheidende Sichtungslehrgang auf dem Sprung in die U15-Nationalmannschaft endete an Krücken. Bänderriss im rechten Knöchel, schildert Ina Mester die fatalen Folgen eines Zweikampfes. Und wenn ich Pech habe, ist auch noch das Kahnbein gebrochen. Die 14-jährige Fußballerin von Westfalia Osterwick lässt sich nicht umwerfen. Ein vorläufiges Aus auf dem Weg ins Jugend-Nationalteam muss das nicht sein, und auch sonst überwiegen die positiven Eindrücke. In Kreis- und Westfalenauswahl gehört Ina Mester längst zum Stammpersonal. Ebenso in der ersten Kreisliga in der C-Jugend der Westfalia allein unter Jungs. Dass sie von einem Mädchen einen eingeschenkt bekommen, daran mussten sich die gegnerischen Torhüter gewöhnen. Das soll auch nach der Verletzungspause so bleiben: Gut, dass jetzt Winterpause ist danach greife ich wieder an.

Der olympische Traum
Vergrößerung anzeigen - Wird in einem neuen Fenster angezeigt.Juliane Schenk

JULIANE SCHENK (LÜDINGHAUSEN)
Juliane Schenk wollte im Winter 2004 in einem Hörsaal sitzen und Betriebswirtschaft studieren. Doch die 22-Jährige ist bei der Bundeswehr auf dem Weg zum Feldwebel. Zwei Wochen im Sommer haben die Zukunftspläne auf den Kopf gestellt zwei olympische Wochen in Athen.
Zwölf Monate war die Badminton-Spielerin des SC Union Lüdinghausen um die Welt gereist, immer auf der Jagd nach Weltrangslistenpunkten. Nach dem Gewinn der Deutschen Doppelmeisterschaft mit Nicole Grether und zwei Bronzemedaillen bei der Europameisterschaft (Team, Doppel) war der olympische Traum Ende April erreicht. Obwohl die Erstliga-Spielerin im Einzel in der ersten und im Doppel im Achtelfinale ausschied, wurde Olympia zu einem bewegenden Erlebnis. Das neue sportliche Ziel heißt seither Peking 2008 und dann soll im Achtelfinale nicht Schluss sein.

Die Titel-Sammlerin
Vergrößerung anzeigen - Wird in einem neuen Fenster angezeigt.Karin Schnaase

KARIN SCHNAASE (LÜDINGHAUSEN)
Die Fußstapfen, die der deutsche Altmeister Michael Schnaase in der Badmintonszene hinterlassen hat, sind riesig. Für Kinder, deren Eltern so erfolgreich sind, ist das oft eine schwere Hypothek. Karin Schnaase geht mit dem Erbe ganz unbefangen um. Die 19-jährige Lüdinghauserin sammelt selbst Titel und Erfolge wie andere Leute Briefmarken. Bei der Deutschen Meisterschaft U19 gewann sie im Einzel, Doppel und Mixed. Bei den U22-Titelkämpfen ließ sie ihren vierten DM-Titel folgen. Und auch die Erwachsenen müssen zittern: Mit einer Bronzemedaille in der Frauenkonkurrenz hat sich die Unionistin, die 2004 erstmals in der Erwachsenen-Nationalmannschaft eingesetzt wurde, gleich Respekt verschafft. Pech für sie: Europameisterschaften finden nur alle zwei Jahr statt. Dazwischen gibt es inoffizielle Titelkämpfe Siegerin: Karin Schnaase.

Auf dem Sprung
Vergrößerung anzeigen - Wird in einem neuen Fenster angezeigt.Scarlett Stutznäcker

SCARLETT STUTZNÄCKER (HERBERN)
Westfalenmeisterin, Zweite in der Deutschen Bestenliste, Westfalenrekord und viele andere Titel hat die Herbernerin Scarlett Stutznäcker, die für SuS Olfen startet, in diesem Jahr schon gewonnen.
5,49 Meter erreichte sie beim Weitsprung, das bedeutete den Westfalenmeistertitel. Längst ist sie in dieser Disziplin auch im Westfalenkader. Beim Hürdenlauf musste sie sich allerdings mit einem tollen zweiten Platz begnügen. 12,16 Sekunden reichten nicht ganz zum Sieg. In Bielefeld schaffte sie den Westfalenrekord im Block-Wurf. Dabei erreichte sie 2690 Punkte. Bei den Deutschen Meisterschaften hätte die 14-Jährige mit dieser Leistung Zweite werden können. In der Deutschen Bestenliste liegt sie in dieser Disziplin aber dennoch auf dem zweiten Rang. Für andere Hobbys hat die Leichtathletin aber kaum Zeit. Ich muss so oft in der Woche trainieren.

Talent im Tischtennis
Vergrößerung anzeigen - Wird in einem neuen Fenster angezeigt.Madeleine Thesing

MADELEINE THESING (DÜLMEN)
Nach dem Rückzug der TSG Dülmen aus der Bundesliga war es lange Zeit ruhig im Dülmener Damen-Tischtennis. Jetzt reift mit der Merfelderin Madeleine Thesing ein neues Talent heran. Die 14-jährige Gymnasiastin spielt zwar seit der vergangenen Saison für den Verbandsligisten VfB Kirchhellen an Brett zwei, ist aber weiterhin ihrem Stammverein Jugend 70 Merfeld treu. In diesem Jahr qualifizierte sich Thesing auf Bundesebene und belegte den 18. Platz beim Top-48-Turnier des Deutschen Tischtennis-Bundes bei den A-Schülerinnen. Zuvor hatte sie auf Verbandsebene durch den ersten Platz bei der Endrangliste des Westdeutschen Tischtennis-Verbandes für B- Schülerinnen auf sich aufmerksam gemacht. Zudem wurde sie Westdeutsche Meisterin im Schülerinnen A-Doppel und Westdeutscher Mannschaftsmeister bei den Schülerinnen mit Merfeld.

Halten für Deutschland
Vergrößerung anzeigen - Wird in einem neuen Fenster angezeigt.Clara Woltering

CLARA WOLTERING (LETTE)
Der Flieger geht Richtung Ungarn. Mittendrin im Kreis der 16 besten Handballerinnen Deutschlands: Clara Woltering. Als Küken der Frauen-Nationalmannschaft nimmt die 21-Jährige an der Europameisterschaft teil und will sich nicht wie bei der WM im Vorjahr mit der Zuschauerrolle zufrieden geben. "Der Bundestrainer hat signalisiert, dass ich einige Spielanteile bekommen werde.", freut sich die Torhüterin des Bundesligisten Bayer Leverkusen. Im Vergleich zu ihren Torwartkolleginnen Sabine Englert (B. Leverkusen) und Alexandra Gräfer (Trier) fehlt es ihr noch an internationaler Erfahrung "aber die werde ich aufholen". Daran arbeitet sie, ebenso an ihrer Routine in der Bundesliga, wo sie sich mit Sabine Englert im Tor abwechselt. Bei der EM in Ungarn will die Letteranerin, die bei der DJK-VBRS Coesfeld Handball gelernt hat, im Nationaltrikot glänzen




SPORTLER


Saison des Lebens
Vergrößerung anzeigen - Wird in einem neuen Fenster angezeigt. Dateianhang: 'JPG'-Datei herunterladen - Wird in einem neuen Fenster angezeigt. () Alfred Achtelik (Olfen)

ALFRED ACHTELIK (OLFEN)
In anderen Sphären schwebt sportlich gesehen Alfred Achtelik: Der Stabhochspringer in der Altersklasse Ü40 vom LAZ Rhede sammelte Titel ohne Ende. Das war die Saison meines Leben, freut sich der 44-jährige Nordkirchener. Ich habe alle Titel gewonnen, die möglich waren. Während es ihm Mitte des Jahres gelang, bei Freiluftwettbewerben zwei Mal die Bestmarke auf nun 4,85 m zu verbessern, war der Gewinn der Hallenweltmeisterschaft in Sindelfingen der absolute Höhepunkt. Dass rund 2000 Zuschauer mich als letzten Teilnehmer im Wettbewerb anfeuern, so etwas habe ich mir in den letzten 20 Jahren gewünscht. Abgerundet wurde die erfolgreiche Saison durch Siege bei den Deutschen Meisterschaften in Potsdam (Halle) und Kevelaer jeweils mit der Höhe von 4,70 m. In Dortmund stellte Achtelik mit 4,81 m zudem einen neuen Hallenrekord auf.


Sprung an die Spitze
Vergrößerung anzeigen - Wird in einem neuen Fenster angezeigt.JENS BAACKMANN (NOTTULN)

JENS BAACKMANN (NOTTULN)
Ein sensationelles Jahr liegt hinter Jens Baackmann. Der Nottulner, der für den Reitverein Albachten startet, setzte im Mai ein erstes dickes Ausrufezeichen. Mit seiner Schimmelstute Loreley gewann der 20 Jahre alte Ausnahmereiter den Preis der Besten bei den Jungen Reitern (bis 21 Jahre). Deutschlands komplette Nachwuchselite war in Warendorf zu Gast, stoppen konnte sie den Nottulner indes nicht. Den nächsten herausragenden Erfolg feierte das Bundeskader-Mitglied der Springreiter der Jungen Reiter beim Reiterfestival in Hagen im Juli: Baackmann gewann erneut mit seiner Loreley die Konkurrenz der Jungen Reiter. Als einziger Teilnehmer war der nervenstarke Nottulner im schwierigen Stechen strafpunktfrei geblieben. Tags zuvor war Baackmann im Preis der Nationen mit der deutschen Equipe Dritter geworden.


Zielbewusst seit Jahren
Vergrößerung anzeigen - Wird in einem neuen Fenster angezeigt.FRANZ FALKE (SENDEN)

FRANZ FALKE (SENDEN)
Sein zielsicheres Auge hat der Sportschütze Franz Falke im Behindertensport über Jahrzehnte unter Beweis gestellt. Mit ruhiger Hand und Adlerblick bewährte sich der Sendener, der Gründungsmitglied der hiesigen Gemeinschaft der Steverschützen ist, in den Disziplinen Luftgewehr, Zimmerstutzen, Armbrust, Schießen auf 100 Meter, Großkaliber auf 300 Meter und English Match. Besonders Letztere, bei der auf dem Bauch liegend auf das Ziel geschossen wird, übt auf Franz Falke einen großen Reiz aus: Hier kann ich mich auch mit nicht behinderten Menschen messen. Erste (Gold-) Medaillenehren wurden ihm 1973 bei seiner ersten Teilnahme an den Landesmeisterschaften zuteil, in diesem Jahr kamen vier weitere Goldmedaillen hinzu. In seiner langjährigen Karriere kann Falke zudem auf einen wahren Medaillensegen bei den Paralympics zurückblicken.

Sicher auf WM-Parkett
Vergrößerung anzeigen - Wird in einem neuen Fenster angezeigt.SVEN BRESSER (DÜLMEN),

SVEN BRESSER (DÜLMEN)
Gerade einmal zwölf Jahre ist der Dülmener Sven Bresser alt, doch schon ein alter Hase im Tanzsport. Seit über vier Jahren ist er für die Tanzsportfreunde Dülmen aktiv. In diesem Jahr feierte Sven Bresser seinen größten Erfolg auf internationalem Parkett. Bei seinem ersten Weltmeisterschafts-Start war der Dülmener gleich erfolgreich. So reichte es bei den internationalen Titelkämpfen in Bremen gleich zum zwölften Platz in der Kategorie Electric Boogie.
Nicht ganz so erfolgreich lief es beim Deutschland-Cup in Hamburg, wo Bresser bei den Solo-Boys-Junioren Platz zwölf belegte. Begonnen hat der Nachwuchstänzer, der in seiner Freizeit gerne schwimmt, mit der Formation Flippers und war dabei zunächst im Bereich Hip-Hop aktiv.
So ist der Erfolg bei seinem ersten Solo-WM-Start schon beachtlich.

Auf dem Kutschbock
Vergrößerung anzeigen - Wird in einem neuen Fenster angezeigt.KARL-BERND KÄSKEN (LETTE)

KARL-BERND KÄSKEN (LETTE)
Es war ein goldenes Jahr für Karl-Bernd Käsgen. Ja, ja, das stimmt, sagt er und lacht, ich wurde zwei Mal Weltmeister. In der Einzel- und auch in der Mannschaftswertung bei der Fahr-WM mit Handicap! In Edinburgh, wo die Einspänner mit Pferd und Kutsche durch den Parcours kurvten, war Käsgen nicht zu schlagen. Eva Hübbe und Ellen Burbach sind stets dabei, denn der 51-jährige Westerwälder, der für den RV Coesfeld startet, ist querschnittsgelähmt. Ostern 1981 bin ich vom Pferd direkt auf einen Baumstamm gefallen, erinnert er sich an den Tag, der sein Leben radikal verändert hat, seither bin ich im Alltag auf den Rollstuhl angewiesen. Aber Käsgen lässt sich nicht unterkriegen und frönt seinem Hobby: dem Pferdesport. Henryk Dubicky ist sein Trainer in Coesfeld. Ein echter Horseman, ein Mann mit Pferdeverstand.

Die Bundesliga vor Augen
Vergrößerung anzeigen - Wird in einem neuen Fenster angezeigt.HENDRIK KÖNEMANN (HAVIXBECK)

HENDRIK KÖNEMANN (HAVIXBECK)
Schon als Steppke hat Hendrik Könemann davon geträumt, einmal Profi zu werden. Damals kickte er noch für SW Havixbeck. Inzwischen schnürt der 17-Jährige aber die Fußballschuhe für den Bundesligisten VfL Bochum. In der vergangenen Saison erkämpfte sich der zweikampfstarke Rechtsfuß einen Stammplatz in der A-Jugend des VfL und das, obwohl er zum jüngeren A-Jugend-Jahrgang gehörte. Mit dieser Mannschaft wurde er im Juni Deutscher Vizemeister. Das Finale verloren die Bochumer knapp gegen Bayern München. Es war die einzige Niederlage in der gesamten Saison. Auch in der laufenden Spielzeit ist Könemann mit seinem Team wieder Tabellenführer. Der Schüler, der fünf Mal in der Woche mit dem Zug zum Training ins Ruhrgebiet fährt, ist mittlerweile nicht nur Stammspieler, sondern auch einer der Leistungsträger.

Dauerbrenner aus der Domstadt
Vergrößerung anzeigen - Wird in einem neuen Fenster angezeigt.HERMANN NABBEFELD (BILLERBECK)

HERMANN NABBEFELD (BILLERBECK)
Je oller, um so doller! Hermann Nabbefeld ist nicht klein zu kriegen. Mit 61 Jahren, in einem Alter, in dem andere die Beine hochlegen, spielt er noch immer Tischtennis in der Bezirksliga. An Position 1 bei seinem Verein DJK-VfL Billerbeck, wo Nabbefeld seit 1959 die 1. Mannschaft verstärkt! Ans Aufhören denkt er nicht. Der Dauer(b)renner aus der Domstadt macht weiter: Ich spiele, so lange es mir Spaß macht. Und Spaß hat er, und Erfolge. Ich war Diözesanmeister im Einzel und im Doppel, außerdem Bezirksmeister in den Altersklassen 40 und 50. Er hatte sich einfach bei den jüngeren Jahrgängen angemeldet: Man darf niedriger starten, nur nicht höher. In Yokohama, Schauplatz der Tischtennis-WM der Senioren, machte er in seiner Altersklasse 60 mit. Mit Carsten Wendt kam Nabbefeld in der Doppel-Konkurrenz unter die letzten 16.

Jung alt geworden
Vergrößerung anzeigen - Wird in einem neuen Fenster angezeigt.JAN SCHULZ (LÜDINGHAUSEN)

JAN SCHULZ (LÜDINGHAUSEN)
2004 hat der Volleyballer Jan Schulz innerhalb kürzester Zeit einen gewaltigen Karrieresprung durch verschiedene Altersklassen vollzogen. Der mittlerweile 17-Jährige freute sich über die Teilnahme an den Westdeutschen (Hallen-)Landesmeisterschaften sowohl mit der B- wie auch mit der A-Jugend des SC Union 08 Lüdinghausen. Mit seinem Partner Sven Meier qualifizierte er sich sensationell für die Deutschen Meisterschaften im Beach-Volleyball, wo das Duo einen ehrenvollen 21. Platz belegte. Zudem avancierte der 1,90-Hüne, der ein Zweitspielrecht besitzt, zum Regionalligaspieler des TV Dülmen. Ein Höhepunkt war für mich auch die Nominierung für den Landeskader des 87/88-Jahrgangs, mit dem ich 2005 beim Bundespokal spielen werde, sagt Schulz. Vorrang hat für ihn weiter der Hallen-Volleyball, mit Dülmen will er die Klasse halten.

Olympia 2008 im Visier
Vergrößerung anzeigen - Wird in einem neuen Fenster angezeigt.PHILIPP STÜER (LÜDINGHAUSEN)

PHILIPP STÜER (LÜDINGHAUSEN)
Bei den Olympischen Spielen in Athen wollte sich der Ruderer Philipp Stüer eigentlich einen Lorbeerkranz aufsetzen. Letzlich belegte sein Vierer ohne Steuermann nur einen undankbaren siebten Platz, für den 28-Jährigen erfüllte sich auch bei der zweiten Olympiateilnahme der Medaillenwunsch nicht. Ungeachtet dessen blickt der Modellathlet bisher auf eine äußerst erfolgreiche sportliche Laufbahn: Er ist mehrfacher deutscher Meister im Vierer ohne Steuermann sowie im Achter mit Steuermann. Der Höhepunkt seiner Karriere war der Gewinn der Weltmeisterschaft 2002 mit dem Vierer in Sevilla. Der für den RV Münster startende Stüer, der das Rudern beim RV Lüdinghausen erlernte, wird nach einer einjährigen studienbedingten Auszeit bei internationalen Wettbewerben ab 2006 die Vorbereitung auf die nächste Olympiade in Peking aufnehmen.

Für Deutschland in Australien
Vergrößerung anzeigen - Wird in einem neuen Fenster angezeigt.FABIAN TRAPPE (NOTTULN)

FABIAN TRAPPE (NOTTULN)
Im Juli schaffte Fabian Trappe den Sprung in den Landesliga-Kader der Fußballer von GW Nottuln. Eigentlich nichts wirklich Ungewöhnliches, wäre der 18 Jahre alte Kicker der DJK GW Nottuln nicht hochgradig schwerhörig. Um seine Mitmenschen zu verstehen, reicht ihm ein Hörgerät alleine nicht. Er muss ihnen auch von den Lippen ablesen, um sie zu verstehen. Dank einer Doppelspielberechtigung kickt er auch für den Gehörlosensportverein GTSV Essen, mit dem er im Januar in der Halle und im September auf dem Kleinfeld Deutscher Meister wurde. Zudem wurde er im April als jüngster Spieler überhaupt in die Gehörlosen-Nationalmannschaft berufen. Im Oktober dann der Höhepunkt: Fabian Trappe wird für die WM der Gehörlosen nominiert, die im Januar im australischen Melbourne stattfinden wird.




MANNSCHAFTEN


Schach-Talente
Vergrößerung anzeigen - Wird in einem neuen Fenster angezeigt.Adler Buldern

Vor vier Jahren begann die Erfolgsgeschichte der U-20-Schachjugend von Adler Buldern in der NRW-Jugendliga. Derzeit rangiert das Team ohne Verlustpunkt auf dem zweiten Platz und hat Hoffnungen auf den Bundesliga-Aufstieg, da der Vergleich gegen den Ersten noch aussteht. Das Team bilden Jonnes Wessel, Marko Eiersbrock, Stephan Leeners, Fabian Trippe, Gillian Heller, Markus Mahlmann, Robin Eiersbrock, Daniela König, Julian Scheider.

Vize macht Pokal-Furore
Vergrößerung anzeigen - Wird in einem neuen Fenster angezeigt.DJK/VBRS Coesfeld

Die Power-Frauen von DJK Coesfeld-VBRS sind in diesem Jahr zweigleisig gefahren. In der Handball-Verbandsliga wurden sie Vizemeister hinter Adler Dielfen, im Kreispokal landeten sie den großen Wurf. Im Finale schlugen die Coesfelderinnen den Landesligisten Grün-Weiß Nottuln. Mit einem Sieg über den Oberligisten TuS Ende sind sie in den Westdeutschen Handball-Pokal eingezogen. Nächster Gegner ist der Regionalligist Remscheid.

Turn-Landesmeister
Vergrößerung anzeigen - Wird in einem neuen Fenster angezeigt.TV Dülmen

Lydia Engel, Ulli König, Cati Ramberg und Constanze Hillers bilden seit vielen Jahren eine erfolgreiche Mannschaft im Kunstturnen und starten auf Landesebene für den TV Dülmen bei den Frauen 30. Seit drei Jahren sind die Dülmenerinnen als Landesmeister der Frauen ungeschlagen. Zu zahlreichen Mannschaftssiegen mit Treppchenplätzen verbuchten die routinierten Turnerinnen nationale Erfolge bei den Deutschen Seniorentitelkämpfen.

Titel-Sammler
Vergrößerung anzeigen - Wird in einem neuen Fenster angezeigt.GW Hausdülmen

Die Inciaca-Mädchen von GW Hausdülmen sind zwar erst zwischen 11 und 14 Jahre alt, haben dafür aber schon einiges erreicht. Der ungeschlagene Ligameister holte sich ebenfalls ungeschlagen den Westfalenmeistertitel und die Deutsche Meisterschaft. Das Team bilden Joy Paschert, Ines Böinghoff, Anna Nosthoff, Christin Bontrup, Alexandra Terhorst, Antje Michaelis. Alwine Alfs und Elisabeth Scheipers sind die Trainer.

Silber-Girls aus Lette
Vergrößerung anzeigen - Wird in einem neuen Fenster angezeigt.DLRG Lette Bild 2
Vergrößerung anzeigen - Wird in einem neuen Fenster angezeigt.DLRG Lette Bild 1


Insgeheim hatten sie mit einer Medaille gerechnet. Maria Weiss und Andrea Menze, die beiden Trainerinnen der DLRG Lette, waren voller Optimismus. Hinterher strahlten mit ihren Mädels um die Wette. In Paderborn, Schauplatz der Deutschen Meisterschaften im Rettungsschwimmen, schoben sich Jennifer Langener, Johanna Menze, Julia Hesper, Sarah Kock und Ramona Langener Kock auf Platz zwei in der Altersklasse 15/16.

Die Dauerläufer
Vergrößerung anzeigen - Wird in einem neuen Fenster angezeigt.FC Nordkirchen

Laufen ist „in“, der Marathon wird zunehemd „normal“. So suchen Sportler immer mehr andere Extreme. Eine Mannschaft des FC Nordkirchen liebt die Berge. Drei Akteure des Vereins durften sich 2004 als Mannschafts-Team-Weltmeister im Berglauf feiern lassen. Werner Schröder, Heinz Bünder (beide Olfen) und Peter Flaeswinkel (Dülmen) legten in den italienischen Alpen dabei jeweils 8,456 Kilometer mit 862 Höhenmetern zurück.

Vom Erfolg berauscht
Vergrößerung anzeigen - Wird in einem neuen Fenster angezeigt.ASV Senden

Sie haben in der 1. und 2. Volleyball-Bundesliga viel erlebt. Mittlerweile rümpfen die Volleyballer des ASV Senden die Nase nicht mehr, wenn sie als Routiniers bezeichnet werden. Die Mischung aus erfahrenen Volleyballern erlebte 2004 Ungewöhnliches: Sie wurde Deutscher und Westdeutscher Meister der Senioren.War der West-Titel „normal“, spielte die Mannschaft sich bei der DM in einen Rausch, der erst mit der Meisterschaft endete.

Ringeltauben-Jahrgang
Vergrößerung anzeigen - Wird in einem neuen Fenster angezeigt.VFL Senden

Trainer Kaplan Jochen Reidegeld ist sich der Qualität bewusst. Wenn er über die Fußball-C-Junioren des VfL Senden der Saison 03/04 spricht, dann redet er von einem „Ringeltauben-Jahrgang“. Die Mannschaft wurde ungefährdet Kreis-Pokalsieger und Hallenchampion. In der Bezirksliga gelang die Vizemeisterschaft. Die Qualität „made in Senden“ kickt heute teilweise bei Borussia Dortmund, Schalke 04, LR Ahlen und Preußen Münster.


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